Beim Geschäftsführerforum 2008 am 25. Sept. werde ich einen Vortrag mit dem Titel "Innovation als Schlüsselfaktor für Wettbewerbsfähigkeit und Differenzierungsmerkmal für KMU" halten. Wie der Titel schon ahnen läßt ein wirklich spannendes aber auch komplexes Thema, denn darunter kann man wirklich viel oder auch nichts verstehen.
Ich habe lange nachgedacht, was könnte für die KMUs wohl interessant sein. Relativ schnell hab ich mich von der Microsoft Innovation Process Management Solution distanziert, da diese Produktinformationen sowieso online jederzeit abrufbar sind und es jede Menge Publikationen zum Themen Innovationsmanagement schon gibt.
Mich persönlich interessiert viel mehr die emotionale Komponente von Innovationsystemen. Mit System meine ich dabei die Netzwerke und Beziehungen zwischen Menschen die notwendig sind, um die komplexen Rahmenbedingen für echte Veränderungen zu schaffen. Bei meiner Recherche bin ich dabei auf ein paar interesse Themen in diesem Context gestossen.
Grundsätzliches: Innovation or Die! Dick Foster & Sarah Kaplan zeigen in ihrem Buch "Creative Destruction" durch imposante Statistiken auf, daß Unternehmen ohne innovative Kraft nicht überleben. Von den Forbes 100 (1917-1987) haben immerhin nur 39 überlebt und sogar nur 2 zeigten eine höhere Performance als der Markt auf. Bei den S&P 500 (1957-1997) waren es auch nur 74, die überlebten und 12 mit überdurchschnittlicher Performance. Es sterben jene Unternehmen aus, die es nicht schaffen sich neuen Rahmenbedingungen anzupaßen, sich zu verändern und neue Märkte mit neuen Business Modellen zu erschließen. Veränderung scheitert meisten an den Mitarbeitern, wenn das Management nicht in der Lage ist den Change Management Prozeß orderntlich aufzusetzen und dessen Notwendigkeit den Mitarbeiten zu kommunizieren. Eigentlich etwas das auch jeder Innovationsprozeß adressieren sollte.
Kreativität und Innovation ist gefragt. Wie und wann verändet man sich bzw. sein Unternehmen am besten, sollte man beherrschen, den lernen kann man es schwer - nur teuer erkaufen. Das ist aber auch keine Wissenschaft sondern nur Disziplin oder noch besser - Gewohnheit. Damit ergibt sich schon die ständige Veränderung, oft ein Garant für kontinuierliches Wachstum und damit ein Magnet für Talente.
Was hat der Mensch damit zu tun?
Einerseits brauchen Unternehmen, die Innovation zum Prinzip erklären, talentierte Mitarbeiten. Nur leider sind dieser immer schwieriger zu finden. Falls vorhanden, sollten sie als das wertvollste Assets im Unternehmen behandeln.
Zweites ist es wichtig, das jeder Mitarbeiten sich mit den neuen Informationstechnologien anfreundet. Die negative Einstellung vieler Leute (Technologiefeindlichkeit, Jammergesellschaft) ist meiner Meinung nach der größte Produktivitätskiller in der heutigen Zeit. Würde es uns gelingen unsere Werkzeuge gerne zu nutzen - bzw. würden es den Softwareherstellern gelingen, uns zur emotial positiv besetzten Nutzung zu bewegen, dann würde wir vieles mit mehr Leichtigkeit und mehr Kreativität anpacken können. Wissenarbeit sollte für alle zur Leidernschaft werden!
Im Zeitalter der Wissengesellschaft rückt das Humankapital in den Mittelpunkt vieler wirtschaftlicher Überlegungen. Erfahrungswissen, Urteilsvermögen und Selbstorganisation zeichnen den Wissensarbeiter aus. Sein Wissen wird zur strategischen Ressource in einem serviceorientierten Unternehmen. Dabei ist natürlich die soziale Vernetzung eine grundlegende Veraussetzung, um das Wissen zu erlangen und nutzbar zu machen. Eben diesen Wissen zu nutzen wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Schlußendlich wird Wissen zum Produkt und die Veräußerung zur Dienstleistung.
... das sind ein paar Überlegungen die ich gerne diskutieren möchte. Entweder auf dem Geschäftsführerforum 2008 oder irgent wann im Microsoft Innovation Center, das ja am 21. Oktober eröffnet wird. Aber dazu mehr - demnächst.
Wenn sie das Thema Wissengesellschaft interessiert kann ich folgende Publikationen empfehlen: